Das Rätsel der müden Denker
Das Gehirn ist ein Feinschmecker
„Wenn Wasser das Transportmittel ist“, dachte Brainy laut, „dann ist das Essen vielleicht der Treibstoff. Was mag unser Gehirn denn wirklich?“
Inhaltsverzeichnis · Band 4
Der Wegweiser durch unser Abenteuer
- Lerne unsere Superhelden kennen7
- Das Rätsel der müden Denker13
- Ein Garten voller Antworten17
- Die Schurken-Parade23
- Die Liga der Super-Nahrung29
- Die Regenbogen-Nahrungs-Challenge33
- Mission Wochenmarkt37
- Das Küchen-Labor41
- Die Prüfung und der Triumph45
- Das Fest der Farben48
- Die Mission geht weiter52
Leseprobe · Band 4
Das Rätsel der müden Denker
Das Rätsel der müden Denker
Der Nachmittag schlich sich an wie eine müde Katze. Brainy, Neura, Mina und Maxi saßen auf der Steintreppe vor der Schule. Normalerweise sprudelten sie über vor Energie, doch heute hingen ihre Gedanken durch wie welke Salatblätter.
Brainy stützte seinen Kopf in die Hände und starrte auf sein Mathebuch.
„Es geht nicht“, murmelte er frustriert. „Ich lese den Satz, aber er kommt in meinem Kopf einfach nicht an. Es ist, als wäre die Tür zu meinem Gehirn verschlossen.“
Neura gähnte herzhaft.
„Mir geht es genauso. Nach dem Mittagessen in der Schulkantine fühle ich mich, als hätte jemand den Stecker aus meinem Gehirn gezogen. Ich bin müde, aber nicht so, dass ich schlafen könnte. Eher… matschig.“
Sie blickten über den Schulhof. Dort aßen einige Mitschüler ihre Nachmittagssnacks. Bunte Tüten knisterten, Schokoriegel wurden ausgepackt und grellrote Limonade getrunken. Ein Junge namens Tom biss in einen Krapfen. Fünf Minuten später rannte er wie ein aufgescheuchtes Huhn über den Hof, nur um sich kurz darauf erschöpft auf eine Bank fallen zu lassen.
Mina, die in ihrem Notizbuch kritzelte, spitzte die Ohren.
„Interessant“, murmelte sie. „Beobachtung: Nach dem Konsum von zucker- und fettreichen Lebensmitteln folgt ein kurzer Energieschub, gefolgt von einem rapiden Abfall der Konzentration. Hypothese: Das Essen hat einen direkten Einfluss auf unsere Gehirnleistung!“
Maxi nickte langsam.
„Logisch. Wir haben gelernt, wie wichtig das richtige Wasser für unser Seepferdchen ist. Wasser ist der Postbote, der die Nachrichten bringt. Aber was sind die Nachrichten? Was transportiert der Postbote denn?“
Diese Frage hing wie eine Gewitterwolke über ihnen. Sie hatten die „Hydro-Hippocampus-Herausforderung“ gemeistert und tranken seitdem nur noch ihr „lebendiges Wasser“. Doch nun schien es einen weiteren Faktor zu geben, einen Saboteur, der ihre Super-Gehirne ausbremste.
„Wenn Wasser das Transportmittel ist“, dachte Brainy laut, „dann ist das Essen vielleicht der Treibstoff. Was mag unser Gehirn denn wirklich? Was ist der Super-Treibstoff für unsere Denkzentrale?“
Neura sprang auf.
„Das ist es! Das ist unsere nächste Mission! Wir werden herausfinden, was das Gehirn am liebsten isst!“
„Die Ernährungs-Expedition!“, rief Mina. „Wir brauchen einen Experten. Jemanden, der die Geheimnisse des Körpers kennt.“
Alle vier sahen sich an. Es gab nur einen, der solche Fragen beantworten konnte.
„Opa Schlau!“, riefen sie wie aus einem Mund.
Das Abenteuer hatte einen Namen. Die Müdigkeit war wie weggeblasen, ersetzt durch das Kribbeln der Neugier. Sie würden das Rätsel der müden Denker lösen.
Band 4